Stadtumbau Ost: Projekte im Land Sachsen-Anhalt

Das Programm Stadtumbau

Themen: Programm Stadtumbau |Stadtumbau in Sachsen-Anhalt

Seit 2017 sind die beiden Städtebauförderungsprogramme „Stadtumbau Ost” und „Stadtumbau West” zum Bund-Länder-Programm „Stadtumbau” zusammengeführt. Das Pionierprogramm „Stadtumbau Ost” war bereits 2002 als Teil der Städtebauförderung eingeführt worden. Es ging auf die Empfehlungen der Regierungskommission „Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Ländern” zurück, die im Jahr 2000 angesichts erheblicher Leerstandsprobleme in Ostdeutschland u.a. ein umfangreiches Abrissprogramm vorgeschlagen hatte.

Den Auftakt des Programms bildete der Bundeswettbewerb Stadtumbau Ost (2002). Dieser Wettbewerb diente dazu, die ostdeutschen Städte zur Entwicklung integrierter Stadtentwicklungskonzepte (INSEK) anzuregen. Diese Konzepte wurden in den Städten über die Jahre fortgeschrieben und sind heute in allen Programmen der Städtebauförderung Voraussetzung für die Mittelvergabe.

In den alten Bundesländern wurde 2004 das Programm „Stadtumbau West” aufgelegt. Es war stärker präventiv ausgerichtet und die Beseitigung von Wohnungsleerständen spielte eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.

Das Programm „Stadtumbau” gehört zu einer Familie von Programmen der Städtebauförderung, mit denen die Stabilisierung und Erneuerung von Städten unterstützt wird: www.staedtebaufoerderung.info

Bund-Länder-Programm „Stadtumbau”

Mit dem Programm „Stadtumbau” reagieren Bund und Länder auf städtebauliche Funktionsverluste. In Ostdeutschland spielt das Programm für den Umgang mit dem strukturellen Wohnungsleerstand eine herausragende Rolle. In den neuen Ländern wurden im Programm „Stadtumbau” von 2002 bis 2018 insgesamt rund 3,87 Milliarden Euro von Bund und Ländern zur Verfügung gestellt. Förderfähig sind Aufwertungs- und Rückbaumaßnahmen, die Rückführung städtischer Infrastrukturen und die Sanierung und Sicherung von Altbauten sowie der Erwerb von Altbauten durch Städte und Gemeinden. Die Aufwertungsmaßnahmen werden je zu einem Drittel von Bund, Ländern und Kommunen finanziert. Für die anderen Programmteile gelten Sonderbedingungen, bei denen der kommunale Eigenanteil entfällt oder reduziert wird.

Im Rahmen dieser übergeordneten Maßnahmen können insbesondere folgende unterstützt werden:

* Aufwertung des Gebäudebestandes
* Anpassung der städtischen Infrastruktur
* Wiederverwendung freigelegter Flächen
* Verbesserung des Wohnumfeldes
* Freimachung von Wohnungen
* Rückbau von Wohnungen


Für einen geregelten Ablauf der Förderung werden jährlich Verwaltungsvereinbarungen zwischen Bund und Ländern getroffen, die sogenannten Verwaltungsvereinbarungen Städtebauförderung. Daneben wurde mit der BauGB-Novelle 2004 auch der rechtliche Rahmen für die Umsetzung von Maßnahmen des Stadtumbaus gesetzt.

 

weiterführende Links & Informationen:

Stadtumbau OST in Sachsen Anhalt Stadtumbau in Sachsen-Anhalt

Stadtumbau OST in Sachsen Anhalt IBA Stadtumbau

Stadtumbau OST in Sachsen Anhalt Bundestransferstelle Stadtumbau Ost:
Kompetenzzentrum des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau Ost”

Stadtumbau OST in Sachsen Anhalt Stadtumbau/Stadterneuerung:
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Stadtumbau OST in Sachsen Anhalt Stadtumbau Ost und West - Bundesprogramm:
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)

 

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